Wird Wasserstoff der Energieträger der Zukunft? Japanisches Konsortium beginnt Demonstrationsprojekt für eine internationale Wasserstoff-Lieferkette

Ein Konsortium der Chiyoda Corp. mit Mitsubishi, Mitsui und der NYK Line, hat mit einem Demonstrationsprojekt zur marinen Versorgung Japans mit Wasserstoff begonnen. Grundlage dafür ist der bei Chiyoda entwickelte SPERA-Prozeß*, bei dem Methylcyclohexan als Wasserstoff-Träger eingesetzt wird. 2019 soll in Daressalam (Brunei) eine Anlage fertiggestellt sein, in der Toluol mit aus LNG stammendem Wasserstoff hydriert wird. Methylcyclohexan gelangt dann auf dem Seeweg nach Kawasaki in Japan, wo es in einer zweiten Anlage unter Gewinnung von Wasserstoff zu Toluol dehydriert wird. Die Kapazität ist auf die Generierung von 210 to Wasserstoff/Jahr ausgelegt, womit ab 2020 etwa 40.000 voll betankte Wasserstoff-Fahrzeuge betrieben werden können. Das vom Industrieministeriums METI geförderte Projekt (Projektträger NEDO) ist in mehrere andere Projekte über Brennstoffzellen und zur städtischen Energieversorgung eingebettet, die eine stärkere Versorgung Japans mit Wasserstoff als Energieträger zum Ziel haben (siehe auch https://www.window-to-japan.eu/hitachi-zosen-setzt-auf-20-kw-brennstoffzellen-fuer-gebaeude-und-gewerbe.html)

* https://www.chiyoda-corp.com/technology/en/spera-hydrogen/spera02.html

https://www.nedo.go.jp/news/press/AA5_100807.html