Ein Team des RIKEN und der Universität Tokio haben ultradünne organische Solarzellen entwickelt, die sich dehnen und waschen lassen. Eine nur 3 µ dicke Siegelfolie besteht aus einem Thiazolothiazol-/Naphthobisthiadiazol-Halbleitercopolymer, der beidseitig in Parylen eingebettet ist; sie ist wasserfest, kann ohne Verlust ihrer Funktionalität geknickt oder zerschnitten werden und lässt sich in Textilgewebe einarbeiten. Der Wirkungsgrad der Energieumwandlung liegt bei 7,9 %, die Kurzschlußstromdichte bei Bestrahlung mit künstlichem Sonnenlicht von 100 mW/cm2 beträgt 16,2 mA/cm2. Ein mit dieser photoreaktiven Folie ausgerüstetes T-Shirt ließ sich ohne Funktionsverlust in einer Waschlauge waschen. Die Entwicklung zielt auf eine stabile Stromversorgung von Textilien, die mit Sensoren und Displays ausgerüstet sind.

RIKEN Pressemitteilung vom 19. 9. 2017